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Soziale Gerechtigkeit statt Hartz IV   -   Wir haben Alternativen!


Wir haben Alternativen zu Hartz IV und Agenda 2010!

Die Konferenz zur bundesweiten Demonstration am 2.10.2004 in Berlin

» Sonntag, 03.10.2004, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr
» Technische Fachhochschule Berlin (TFH)
» Luxemburger Str. 10, 13353 Berlin
»
(Nähe U6 Leopoldplatz/U9 Amrumer Str. - Lageplan unter www.tfh-berlin.de)

Für eine Anmeldung zur Konferenz unter wirhabenalternativen@web.de wären wir dankbar.

Alternativlosigkeit ­ das ist der Mythos des Neoliberalismus. Das ist auch der Mythos, der die Hartz-Gesetze und die Umsetzung von Teilen der Agenda 2010 von Anfang an begleitete.
Alternativlos ­ das ist die Formel herrschender Parteien, um andere Ansätze zur Lösung gesellschaftlicher Probleme zu verdrängen. Demokratische Diskussionen sollen durch selbst eingesetzte Experten-Kommissionen und eine Basta-Politik unterbunden werden. Die Richtung gesellschaftlicher Entwicklung zu diskutieren und die Gesellschaft zu gestalten, ist aber die Aufgabe und das Recht aller in ihr lebenden Menschen.
Die Konferenz wird das scheinbar Alternativlose auf den Prüfstand stellen. Im Mittelpunkt der Diskussion werden politische Alternativen zur herrschenden Politik stehen, die auf den Montagsdemonstrationen, in den regionalen Anti-Hartz-Bündnissen und Bündnissen gegen den Sozialkahlschlag gefordert werden. Bislang isoliert stehende Ansätze sollen aufeinander bezogen und Strategien für einen wirksamen politischen Druck beraten werden.

10.00 Uhr Eröffnung

Müssen wir den Gürtel noch enger schnallen?
Neoliberalismus zwischen Mythos und Wirklichkeit
Was ist aktivierender Sozialstaat?

  • Christian Brütt, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Hartz-Gesetze ­ Irreführung und Zumutung für die Gesellschaft
  • Frank Jäger, Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne
  • Hartz IV als Reichtumspflege
  • Dr. Harald Werner, PDS-Parteivorstand
  • Soziale Folgen der neoliberalen Politik für MigrantInnen
  • Georg Classen, Berliner Flüchtlingsrat
  • Moderation: Caren Lay, MdL Sachsen


  • 12.00 Uhr Mittagspause

    13.00 Uhr moderierte Workshops

    Workshop 1 Wie wollen wir arbeiten?

  • mit Peter Strotmann, attac Deutschland
  • Frank Jäger, Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne
  • ver.di Bundesverwaltung (angefragt)
  • Katja Kipping, stellv. PDS-Vorsitzende
  • Moderation: Roland Klautke, attac Berlin
  • Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn und Grundeinkommen sind Antworten auf ungeschützte Arbeit, Armutslöhne und Massenarbeitslosigkeit. Diese Antworten sollen aufeinander bezogen und mit der Debatte um das selbstbestimmten Arbeiten und Leben verknüpft werden.

    Workshop 2 Soziale Sicherheit für alle!

  • mit Dr. Matthias Möhring-Hesse, Universität Frankfurt/Main
  • Elke Breitenbach, PDS-Parteivorstand
  • Katharina Pühl, Sozialwissenschaftlerin, Basel, Berlin
  • Moderation: Sascha Kimpel, Berlin
  • Der Abbau des Sozialstaates verlangt nach einer doppelten Demokratisierung der sozialen Sicherungssysteme. Soziale Sicherheit für alle und demokratische Verwaltung und Kontrolle der sozialen Sicherungssysteme sind die beiden Eckpunkte für die Gestaltung eines nachhaltigen Sozialstaates.

    Workshop 3 Recht auf Einkommen ohne zu arbeiten?

  • mit Johannes Beisiegel, attac, Kiel
  • N.N., ver.di
  • Ronald Blaschke, Netzwerk Grundeinkommen Deutschland
  • Moderation: Robert Ulmer, Initiative Anders Arbeiten oder gar nicht
  • Gehören Vollbeschäftigung sowie Existenzsicherung und Sinnstiftung allein durch Erwerbsarbeit der Vergangenheit an? Welche Antworten haben wir auf den verschärften Arbeitszwang und Druck auf die Arbeitsbedingungen, auf den Abbau der Bürgerrechte Lohnabhängiger? Zur Debatte stehen das bedingungslose Grundeinkommen und die Mindestsicherung für Nichterwerbstätige.

    Workshop 4 Gerechte Steuerpolitik statt Reichtumspflege

  • mit Dr. Sabine Reiner, ver.di Bundesverwaltung
  • Dr. Harald Werner, PDS-Parteivorstand
  • Moderation: Peter Wahl, attac Deutschland
  • Die Steuerpolitik ist das wichtigste Mittel, um Verteilungsgerechtigkeit zu bewirken. Eine Umverteilung von oben nach unten und die Vereinfachung des Steuersystems stehen auf der Tagesordnung.

    Workshop 5 Zugang zu öffentlichen Gütern für alle statt Privatisierung

  • mit Cuno Hägele, ver.di Baden-Württemberg
  • Thomas Fritz, attac Deutschland
  • Alexis Passadakis, attac Berlin
  • Moderation: N.N.
  • Privatisierung ist die Zauberformel neoliberaler Strategie. Privatisierung bedeutet aber nicht die Verbesserung der angebotenen Güter und Dienstleistungen. Sie verhindert eine demokratische Kontrolle. Immer mehr Menschen wird der Zugang zu öffentlichen Gütern und Dienstleistungen verwehrt. Alternativen dazu werden diskutiert.

    15.30 Uhr Diskussion und Zusammenfassung der Ergebnisse

  • mit einem Statement von Prof. Dr. Peter Grottian, Freie Universität Berlin
  • Moderation: Tom Strohschneider (angefragt), Journalist





  • [Einladung zur Konferenz als PDF-Datei zum ausdrucken]

    [Einladung zur Konferenz als RTF-Datei zum ausdrucken]

    [30.09.2004: Pressemitteilung zur Konferenz]


    V. i. S. d. P.: S.Kimpel / R.Blaschke, Büro Aktionsbündnis "Weg mit Hartz IV", Greifswalderstr.4a, 10405 Berlin