Soziale GerechtigkeitLeistungen des Staates
Der Staat ist auch in Form von konkreten finanziellen Leistungen an die Bürger dazu verpflichtet, die soziale Gerechtigkeit zu wahren. Denn meist liegt es an fehlenden finanziellen Mitteln, dass Ungleichheit in der Gesellschaft überhaupt entstehen kann. Hartz IV ist das klassische Beispiel für eine Leistung, die der sozialen Gerechtigkeit dient. Die Gesellschaft will auf diese Weise Menschen unterstützen, die arbeitslos geworden sind und Schwierigkeiten dabei haben, einen neuen Job zu finden. Auch andere Personen sind berechtigt, Hartz IV-Leistungen zu beziehen, beispielsweise während der Zeit der Kindererziehung.
Bis sich die Leistungsempfänger wieder selbst versorgen können, werden sie von der Gesellschaft gestützt, um anschließend durch ihre Steuergelder wieder andere Schwache zu unterstützen. Eltern mit Kindern erhalten Kindergeld, damit sie durch die Kindererziehung nicht benachteiligt werden und sich trotzdem noch alles leisten können, was Menschen ohne Kinder haben. Wer dauerhaft arbeitsunfähig ist, hat zahlreiche gesetzlich verankerte Möglichkeiten, den Lebensunterhalt durch finanzielle Leistungen zu finanzieren. Der Sinn finanzieller Leistungen durch den Staat besteht darin, schwache Glieder der Gesellschaft so lange zu stützen, bis sie sich selbst dafür einbringen können, den nächsten Schwachen in der Gesellschaft zu unterstützen.
Deutschland gilt als weltweiter Vorreiter und ist in seinen Leistungen zur Wahrung der sozialen Gerechtigkeit nahezu unübertroffen..